German Bowl

Der German Bowl, das Finale der GFL, ist jedes Jahr im Herbst der Höhepunkt des Footballs in Deutschlands. Mit bis zu 30.400 Zuschauern (1999 in Hamburg) ist der German Bowl – abgesehen vom Fußball – das zuschauerträchtigste regelmäßige Event einer Mannschaftssportart in Deutschland. Seit 1979 werden die Deutschen Meisterschaften im Football im German Bowl entschieden, die meisten Titel gewannen die New Yorker Lions aus Braunschweig, zehn Mal Sieger im German Bowl. 23 der bisher 37 German Bowls wurden mit sieben Punkten oder weniger entschieden – boten also Spannung bis zur letzten Minute, da ein Touchdown eine ganze Saison noch hätte drehen können. Zweimal ging es gar in eine Verlängerung.

Gespielt wurde der German Bowl traditionell an wechselnden Orten in Deutschland. Berlin war 1987 und 1988 bereits German-Bowl-Gastgeber, wobei 1987 die Berlin Adler ihren ersten Meistertitel in einem ausverkauften Mommsenstadion gewannen. Später, während Hamburg und Braunschweig um die Jahrtausendwende herum in scharfer Rivalität um die Vorherrschaft im deutschen Football standen, gab es nicht nur in Hamburg den bisherigen German-Bowl-Zuschauerrekord, sondern auch in Braunschweig zum Teil ein ausverkauftes Stadion, wenn die Heimmannschaft das Endspiel erreichte.

Von 2008 bis 2010 wurde der German Bowl in der Commerzbank Arena in Frankfurt ausgetragen. Im Jahr 2008 wurde dort mit über 16.000 Zuschauern ein neuer Zuschauerrekord für German Bowls ohne Beteiligung eines „Lokalmatadoren“ aus unmittelbarer Nachbarschaft aufgestellt. 2011 wurde das deutsche Football-Finale erstmals in einem der neuen Bundesländer in Magdeburg ausgetragen. 2012, 25 Jahre nach dem ersten Berliner German Bowl, kehrte das Event in die Bundeshauptstadt zurück. Seitdem wird es als stimmungsvolle Football-Fete dort ausgetragen.