2013: New Yorker Lions feiern

nyl_pokal_250_454Die New Yorker Lions sind der neue Deutsche Meister im American Football. Sie gewannen den New Yorker German Bowl XXXV vor 12.157 Zuschauern im Berliner Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark mit 35:34 (7:6, 14:13, 0:7, 14:8) gegen die Dresden Monarchs. Für die Braunschweiger ist es der achte Titelgewinn in 35 Jahren German-Bowl-Geschichte, der Rekordmeister konnte so seinen Vorsprung in der ewigen Bilanz auf die jeweils sechsfachen Meister Berlin Adler und Düsseldorf Panther wieder ausbauen. Fünf Jahre hatten die New Yorker Lions auf die Rückkehr in ein deutsches Finale warten müssen. Am Ende durften nach dieser Durststrecke mehrere Tausend ihrer Fans auf den Tribünen des Jahn-Parks um so ausgelassener feiern.

Der Freude keinen Abbruch tat dabei auf Braunschweiger Seite, dass just zum Spielende ein schwerer Gewitterregen über dem Stadion niederging. Um so niederschmetternder war die gesamte Szenerie für die Dresden Monarchs, die zum ersten Mal in einem deutschen Finale gestanden hatten. Über weite Strecken lieferten die Sachsen einen großen Kampf mindestens auf Augenhöhe, gingen durch drei Touchdowns ihres Ausnahme-Running-Backs Trevar Deed zuerst mit 6:0, dann mit 16:14 und auch kurz vor dem letzten Seitenwechsel mit 26:21 immer wieder in Führung. Die New Yorker Lions waren ständig gezwungen, nachzulegen. Ihr später zum Most Valuable Player gekürter Quarterback Casey Therriault bediente aber nach seinem ersten selbst erlaufenen Touchdown seine Receiver Tommi Pinta, Niklas Römer und Pascal Maier, so dass ständige Führungswechsel die Fans in Atem hielten. Therriault selbst beantwortete mit seinem zweiten Touchdown zum 35:34 die letzte Dresdener Führung des Abends nach Emmanuel Moodys Touchdown.

Es sah gar nicht danach aus, als ob dies das letzte Wort gewesen sei – denn Dresden rückte danach der Endzone der Braunschweiger unaufhaltsam näher. An der 25-Yard-Linie des Gegners aber brach 50 Sekunden vor Schluss untermalt von Blitz und Donner nicht nur die Sintflut, sondern auch die sportliche Katastrophe über die Monarchs herein. Der einzige und alles entscheidende Ballverlust einer Partie, in der zuvor beide Angriffsmannschaften so souverän agiert hatten, unterlief nun ausgerechnet dem bis dahin stärksten Spieler des Finales und überhaupt der letzten zwei GFL-Saisons, Trevar Deed. Die letzte Chance, die New Yorker Lions an der Rückkehr auf den Meisterschaftsthron zu hindern, war dahin.

Ein Jahr dürfen die New Yorker Lions „ihren“ German Bowl nun wieder in Besitz nehmen. Dann kommt die Trophäe zurück in die Hauptstadt, denn „Berlin hat sich als Endspielort bewährt“, so AFVD-Präsident Robert Huber. Deswegen hatte das Präsidium des deutschen Football-Verbandes am Vormittag vor dem New Yorker German Bowl XXXV beschlossen, auch den German Bowl XXXVI in Berlin auszutragen.

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