Berlin Rebels

Berlin in der GFL: Berlin Rebels

Die Berlin Rebels waren bei ihrer Gründung 1987 das zweite Football-Team der Stadt. Die damalige Mannschaft hatte unter dem Dach der Adler bereits einige Jahre zuvor zusammengefunden, als zweiter Mannschaft war ihr jedoch der Aufstieg in höhere Ligen verwehrt, und der gewählte Team-Name war sicher auch ein bisschen Programm bei der Abspaltung der Rebels von den Adlern…

Die Rebels sind seither eine Abteilung des SC Charlottenburg, und dreimal gelang es ihnen auch, den Aufstieg in die erste Liga zu schaffen. Von 1992 bis 1995, 2010 und nun wieder seit diesem Jahr spielen die Rebels in der GFL. Der direkte Wiederaufstieg gelang, nachdem man 2010 in der GFL-Relegation an nur einem einzigen fehlenden Punkt gegen Düsseldorf in zwei Spielen gescheitert war. Das soll diesmal anders laufen, und es sieht in der Tat zur Saisonmitte auch danach aus, zumindest gibt es derzeit keine akuten Abstiegssorgen.

Ob es mit dem angepeilten vierten Platz und dem Viertelfinale etwas werden kann, muss sich aber noch zeigen. In den Hinspielen in Dresden und gegen die Adler verloren die Rebels mit wieder nur jeweils einem einzigen Punkt. Den Respekt der Konkurrenz haben sie sich damit erarbeitet – aber gegen mindestens einen von beiden wird man wohl das Rückspiel (18.8. bei den Adlern im Jahn-Sportpark, 26.8. gegen Dresden im Mommsenstadion) gewinnen müssen, um die Play-offs zu schaffen.

Das erste Berliner Lokalderby war mit über 5.000 Zuschauern, darunter Innensenator Frank Henkel, das bislang am besten besuchte Spiel der diesjährigen GFL-Punktrunde. Mit einem nur allzu bekanntem und aus Rebels-Sicht ärgerlichem Ergebnis: Mehr als drei Viertel lang hielt man den Lokalrivalen in Schach, schien schon als der sichere Sieger – um am Ende mit 16:17 den ersten Sieg der Vereinsgeschichte gegen die Adler wieder zu verpassen.

Doch die Regiezentrale um die Coaches Kim Kuci und Javier Cook ist bei den Rebels gut gerüstet. Alle Coaches haben gehörige Erfahrung in der ersten Liga, ob als Spieler oder als Coach. Vor der Saison hatte man zudem mit Patrick Finke einer der besten deutschen Defensive Ends aus Braunschweig zurück nach Berlin gelotst. Der geborene Berliner gewann einst mit der Jugend der Rebels 2000 den Junior Bowl, später gemeinsam mit Kuci für Braunschweig 2006, 2007 und 2008 die Deutsche Meisterschaft. Mit Receiver Jason Horton (aus Wien geholt) und mit Running Back Samuel Shannon (aus Mannheim) hatte man sich weiter gezielt verstärkt. Als Passempfänger gehört mit Ex-Leichtathlet Kofi Prah übrigens auch der Olympia-Fünfte von 2000 im Weitsprung zum Kader der Rebels.

mehr Informationen unter www.berlin-rebels.de.