AFVD

American Football Verband Deutschland

Der American Football Verband Deutschland (AFVD) wurde am 16. Oktober 1982 gegründet. Seitdem erfreut sich die Sportart Football in Deutschland wachsender Beliebtheit – sowohl bei Aktiven als auch bei Zuschauern und Fans. Einen geregelten Spielbetrieb gibt es bereits ein paar Jahre länger, die erste Meisterschaft wurde 1979 ausgespielt. Nirgendwo in Europa blickt man auf eine längere Tradition in dieser urtypisch amerikanischen Sportart zurück. Mit rund 300 Vereinen und deren über 55.000 registrierten Mitgliedern hat etwa jedes zweite europäische Football-Team und auch etwa jeder zweite Footballer seine Heimat in Deutschland.

Neben American Football gehört Cheerleading und in einigen Landesverbänden auch Australian Football zu den durch den AFVD betreuten Sportarten. Seit Mai 1993 ist der AFVD Mitglied des Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) (bzw. des damaligen Deutschen Sport Bundes (DSB)) und vor allem in den letzten Jahren bei den jährlichen Bestandserhebungen zur Mitgliederschaft regelmäßig einer der am stärksten wachsenden DOSB-Mitgliedsverbände. Der AFVD ist natürlich auch Mitglied Weltverbandes International Federation of American Football (IFAF) und Gründungsmitglied der European Federation of American Football (EFAF). Im europäischen Dachverband EFAF sind AFVD-Prasident Robert Huber als Präsident sowie AFVD-Vizepräsident Uwe Talke als weiteres Mitglied des „Board of Directors“ auch international engagiert.

Das Mitgliederwachstum der letzten Jahre – gegen den allgemein leicht rückläufigen Trend bei Mannschaftssportarten – geht auch darauf zurück, dass Football nicht nur in seiner bekannten ursprünglichen Ausprägung als „Tackle Football“ von Männern gespielt werden kann. Auch Frauenmannschaften sind in Deutschland in einer ersten und zweiten Bundesliga aktiv, in der Juniorenaltersklasse U19 spielt mit der GFL Juniors eine Jugendbundesliga mit bis zu 24 Teams jährlich den deutschen Jugendmeister aus. Zunehmend wird in Deutschland von beiden Geschlechtern und in allen Altersklassen auch „Flag Football“ gespielt. Eine Variante ohne Vollkontakt und daher ohne aufwändige Ausrüstung, die besonders im Kinder-, Jugend- und Schulsportbereich zum Einstieg beliebt ist.

Auf internationaler Ebene war der deutsche Football auf Basis dieser vielschichtigen Struktur sowohl auf Vereins- als auf Nationalmannschaftsebene und in verschiedensten Altersklassen überaus erfolgreich: Neun Eurobowl-Siege in der „BIG6 European Football League“, zuletzt durch die NewYorker Lions 2016, drei Europameisterschaften der Männer (2001, 2010 und 2014), der Titelgewinn bei den World Games in Duisburg 2005 oder zwei Bronze Medaillen bei den WMs 2003 und 2007 (jeweils als bestes europäisches Team) gehören ebenso zu den Erfolgen wie drei Titelgewinne bei Junioren-Europameisterschaften.

Der Erfolg von Verbandsarbeit dokumentiert sich jedoch nicht nur in gewonnenen Pokalen und Medaillen: Bemerkenswert an der Entwicklung innerhalb Deutschlands ist die breite Basis, die nicht nur auf wenigen regionalen Schwerpunkten fußt. Mit seinen 14 Landesverbänden ist der AFVD in allen 16 Bundesländern als Dachorganisation auch auf Landesebene vertreten.

Auch wenn es sicher schwer ist, einen exakten Punkt zu definieren, an dem eine Sportart als „etabliert“ gilt, bleibt ein Fakt bemerkenswert: Alle in Deutschland landläufig mit diesem Prädikat versehenen Sportarten wie Fußball, Handball usw. blicken auf eine Tradition zurück, die ihren Ausgangspunkt (spätestens) in der ersten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts hat. Zu Zeiten der Bundesrepublik Deutschland ist es – trotz staatlicher Förderung, sich ständig verbessernder Kommunikationsmöglichkeiten, dem Wandel zu einer Freizeitgesellschaft und anderen günstigen Faktoren – nur einer einzigen Mannschaftssportart gelungen, sich hierzulande neu in den Blickpunkt einer breiteren Öffentlichkeit zu spielen: dem American Football unter dem Dach des American Football Verbandes Deutschland.

Mehr Informationen unter www.afvd.de.