Unicorns fordern Lions

Die New Yorker Lions aus Braunschweig und die Schwäbisch Hall Unicorns bestreiten am 8. Oktober (Kickoff um 17:30 Uhr, FanZone am Stadion ab 13:30 Uhr) im Berliner Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark den German Bowl XXXVIII, das Endspiel um die 38. deutsche Meisterschaft im American Football. Die Braunschweiger bezwangen im Halbfinale die Kiel Baltic Hurricanes mit 38:21, die Schwäbisch Hall Unicorns die Dresden Monarchs mit mit 35:26.

shu_nyl_2015_400_200Für Schwäbisch Hall ist es die fünfte Finalteilnahme binnen sechs Jahren, für den Rekordmeister aus Braunschweig (zehn Titel insgesamt) die vierte in Folge und die 16. insgesamt. In den letzten beiden Jahren standen sich beide ebenfalls jeweils im German Bowl in Berlin gegenüber, beide Male behielten die Braunschweiger dabei die Oberhand (2014 mit 47:9 und 2015 mit 41:31). Es ist das dritte Mal in der Geschichte des German Bowls, des traditionsreichsten europäischen American-Football-Spiels, dass es dreimal in Folge dieselbe Endspielpaarung gibt. In den 80er Jahren hatten Düsseldorf und Ansbach viermal hintereinander gegeneinander gespielt, nach der Jahrtausendwende Braunschweig und Hamburg dreimal.

Den Grundstein zu ihrem Halbfinal-Sieg legten die Braunschweiger im zweiten Spielviertel gegen die Kieler, als sie begannen das Spiel in Angriff und Verteidigung zu dominieren und einen 10-Punkte-Abstand zwischen sich und ihre Gäste legten. Nach 14:14-Zwischenstand sorgten die Hausherren mit einem Trickspielzug im dritten Viertel für den Touchdown zur erstmaligen Führung, ein 52-Yard-Field-Goal mit dem Halbzeitpfiff markierte das 24:14. Nach der Pause behielten die New Yorker Lions die Oberhand. Niklas Römer und Chris Smith erhöhten noch vor dem letzten Seitenwechsel vorentscheidend auf 38:14.

In Schwäbisch Hall zeigten sich zur selben Zeit die Unicorns variabel im Angriff und überraschten Dresden mit neuen Formationen und einer stärkeren Betonung des Laufspiels, in dem sich Anthony Bilal stark in Szene setzen konnte und es auf 118 Yards Raumgewinn brachte. Entscheidend war aber das Auftreten der Haller Verteidigung. Ihr gelang es, die punktgewaltige Offense der Monarchs insbesondere in der ersten Hälfte so zu kontrollieren, dass sich die Unicorns bis zur Pause eine 21:7-Führung erspielen konnten. Fünfmal mussten sich die Monarchs in den ersten beiden Vierteln per Befreiungskick vom Ball trennen. Dresdens Spielmacher Brandon Connette sah sich unter ständigem Druck der Haller Defensive Line, was es ihm schwer machte, sein gefürchtetes Passspiel aufzuziehen. In der zweiten Hälfte mussten die Unicorns dennoch wie schon so oft in dieser Saison kämpfen, die Gäste kamen noch einmal auf 26:28 heran. Aber ein Kickoff Return von Patrick Donahue zum Touchdown zum 35:26 brachte die Entscheidung zugunsten der Unicorns.

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