2012 feierte Hall

Die Schwäbisch Hall Unicorns haben in Berlin ihren Titel als Deutscher Meister im American Football verteidigt. Vor 11.242 Zuschauern schlugen sie wie im letzten Jahr die Kiel Baltic Hurricanes im German Bowl, diesmal mit 56:53. Damit sorgten die beiden Angriffsreihen gleich wieder für eine Steigerung des Punkterekords für German Bowls, erstmals in der 34-jährigen Geschichte des Finales wurden mehr als 100 Punkte erzielt. Zum Most Valuable Player der Begegnung wurde der Quarterback der Schwäbisch Haller, Jake Spitzlberger, gekürt, der Pässe für 480 Yards und vier Touchdowns warf und zusätzlich zweimal selbt mit dem Ball die Endzone erreichte.

 

Die Erwartungen an ein punktereiches Finale wurden also vollauf bestätigt. Zusätzlich zu den insgesamt 13 Touchdowns und sechs Field Goals des Spieles wurden fünf weitere Angriffsserien durch Interceptions oder Fumbles beendet – das gibt einen kleinen Einblick in das Tempo des Spieles, das beide Angriffsreihen – mit hohem Risiko – vorlegten. Bei den Zuschauern sorgte dies natürlich für Begeisterung, und ebenso beim TV-Sender Eurosport, der den German Bowl live übertrug. So hielt der German Bowl XXXIV alles, was er versprach – bis zum Schluss fieberten auf der Tribüne neben Berlins Innensenator Frank Henkel und seinem für Sport zuständigen Staatssekretär Andreas Statzkowski auch Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Torsten Albig und Schwäbisch Halls Oberbürgermeister Hermann-Josef Pelgrim mit und ließen sich vom Football-Fieber anstecken.

 

Bitter für die Kieler: Als sie mit ihrem 53:38 im letzten Spielviertel mit 15 Punkten in Vorsprung gezogen waren, machte sich der verletzungsbedingte Ausfall von Running Back Trevar Deed für sie schmerzlich bemerkbar. So gelang es ihnen nicht, den Vorsprung über die letzten rund acht Minuten zu verteidigen. Stattdessen schlugen die Haller mit zwei Angriffsserien zurück, die sie jeweils binnen kürzester Zeit von der eigenen 29- beziehungsweise 16-Yard-Linie wieder in die Kieler Endzone zum 53:53-Ausgleich brachten. Erst Fritz Waldvogel, der insgesamt 18 Pässe für 290 Yards fing, dann Spitzlberger selbst sorgten für das für kaum noch für möglich gehaltene Comeback. Das entscheidende Field Goal zum 56:53 schoss wenig später Thomas Rauch (sein vierter Field-Goal-Treffer des Abends), nachdem die Kieler selbst es nicht geschafft hatten, sich in Position für ein Feldtor zu bringen.

Gamestats

 

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